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Fotowork 2014
Detlev Foth

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Ostana im Dezember II
150 x 135 cm
Öl auf Leinwand
2013
Detlev Foth

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Fotowork 2014
Detlev Foth

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Ostana im Dezember I
150 x 135 cm
Öl auf Leinwand
2013
Detlev Foth

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Detlev Foth
März
2012

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Ermenfrieds Traum / Erzählungen von Detlev Foth
Kurzbeschreibung
In den Erzählungen „Ermenfrieds Traum“ geht es um eine Vision mit tödlichen Folgen, einen Lottogewinn, der zu spät kommt und einen, der zu gering ausfällt, um eine kaltblütige Schülerin, die ihren Lehrer zu Fall bringt, um die unerfüllte Sehnsucht nach einer roten Fender, um drei Kunststudenten, die auf der Suche nach einem Aktmodell sind und um eine freundliche alte Dame mit verblüffender Vergangenheit.

Gebundene Ausgabe: 212 Seiten
Verlag: Books on Demand Gmbh (Oktober 2010)
ISBN-10: 3842333560
ISBN-13: 978-3842333567
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,9 cm

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Kurt Link, Verhinderung und Erfüllung

Als ich, sechzehnjährig, Kurt Link 1977 in seinem Ossumer Wohnatelier aufsuchte, fielen mir die mit Torf ausgekleideten Wände auf, an denen mehrere Kohlezeichnungen, teils sparsam koloriert, lose befestigt waren, die Szenen, mehr noch: Situationen der Geburt seiner Tochter Esther beschrieben. Er war ein Meister der Freihandzeichnung, die mehr, nicht verwunderlich, dem Sehen des Bildhauers entstammten, als dem die Räumlichkeit verschieden umfassenden Sehen des Malers. Sie erinnerten mich auch an konstatierende Zeichnungen, hier vielmehr Aufzeigungen, Joseph Beuys’, seinem ehemaligen Kommilitonen der Klasse Mataré an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.
Link war, als ich auf ihn traf, um- kurz vor meinem Studium der Freien Malerei an der KA Düsseldorf-, Sammlung zu finden und ein Gespräch zu suchen, bestenfalls, in Ahnlehnung an das pädagogische Ideal der Akademie, freundliche Begleitung zu erfahren, in einer
Phase, die man als bedroht bezeichnen konnte. Er lebte zu diesem Zeitpunkt von Sozialhilfe und hatte, ganz im Gegensatz zu den fünfziger und sechziger Jahren, weder Kontakt zu effektiv arbeitenden Galerien noch nennenswerte Aufträge.
Als Atelier diente ihm eine kostenlos vom Ossumer Pfarramt zur Verfügung gestellte Kapelle, und für eine geringe Miete wohnte er im so genannten Gesindehaus von Schloss
Pesch, einem dreiflügeligen Jagdschloss in Meerbusch, zwischen Strümp und Ossum-Bösinghoven, das heute als Restaurant, Standesamt und Hotel dient. Seinerzeit versuchte Kurt Link erfolglos, die Besitzer von Schloss Pesch zur kostenfreien Beherbergung einer von ihm vorgesehenen Künstlerkolonie und internationalen Akademie Ossum zu bewegen.
Ich war kurze Zeit, kaum ein paar Monate, Kurt Links Schüler und musste mich von ihm trennen, da ich meine Konzentration wieder ungeteilt und unbeeinflusst meiner Malerei widmen wollte. Zuvor und zunächst: Kurt Link betrachtete - aus einem, neben der expressiven Modernität seines Denken vorhandenen, ihn ebenfalls steuernden Konservatismus heraus- sein Atelier als Meisterwerkstatt und mich folglich und folgerichtig als des Meisters Lehrling und zahlte mir, trotz seiner erheblichen finanziellen Probleme, großzügig ein monatliches Gehalt. Er zog mit mir sogar zur IHK, um sein Atelier als Betrieb anerkennen zulassen, stieß dort auf Verwunderung, Verständnislosigkeit und natürlich auf Ablehnung.
Bewusst habe ich die Herstellung seiner Sandreliefs erlebt, ansonsten betrachtete und studierte ich Torsi und Büsten aus Ton, viele Zeichnungen und etliche Gipsausformungen, zu deren Realisierung, den Bronzegüssen, Geld und Auftrag fehlte.
Kurt Link war zu jener Zeit einundfünfzig Jahre alt. Wir sprachen häufig über den Philosophen und Esoteriker Rudolf Steiner, der Link sehr bewegte, außerdem über Nietzsche und das Werk Hölderlins. Kurt Link verfügte über ein profundes Wissen; erstaunlich war, dass ich weder in seinem Atelier noch in seiner Wohnung Bücher fand.
In der kurzen Zeit unserer gemeinsamen Arbeit im Atelier erlebte ich Link als besonders
befähigten Pädagogen und Vermittler schwieriger künstlerischer Zusammenhänge: es ist
außerordentlich bedauerlich, dass er keine Professur an einer – hier wäre Düsseldorf naheliegend gewesen - Akademie erhielt, wie zum Beispiel sein Freund Erwin Heerich.
Mit großer Hochachtung und voller Liebe sprach Link häufig von Beuys’ Werk, vom Freund Joseph und dessen Konzeption einer Freien Akademie, seinen Thesen zur Sozialphilosophie. Beuys unterstützte Link unregelmäßig mit kleinen finanziellen Zuwendungen.
Kurt Link war ein bipolarer Mensch, dem es an kontinuierlicher Unterstützung und allgemein an Akzeptanz und Erfolg mangelte, ein vor Kraft strotzender, aber auch ein kranker Mann, dessen Auftreten in manischem Zustand die Menschen verstörte, oftmals abstieß.
So konzentriert und gut organisiert Link arbeiten konnte, so destruktiv und Kraft zehrend waren seine exzentrischen Kommunikationsausbrüche, wie man die - er, immerzu das Selbst erklärend- von der eigenen Person und der Verpflichtung gegenüber ihrem Werk besessenen Monologe bezeichnen muss.
Kurt Link war verschwenderisch, großzügig, konnte aber auch kleinlich sein, wenn er z.B. die Erfolge anderer Künstler, Namen erübrigen sich, gering redete. Seine rauschhaften Auftritte schadeten seinem Ruf nachhaltig und brachten ihn, ähnlich wie Herbert Zangs oder, wenn auch in weit geringerem - nahezu nicht vergleichbarem- Ausmaß, Norbert Kricke, zumindest zeitweise ins Abseits.
Kurt Links Biografie und sein Werk wären - von allem her- ideal für die Promotionsarbeit eines aufgeschlossenen Kunsthistorikers; sein Leben beinhaltete Wahrheitssuche, Wahrhaftigkeit, gekennzeichnet von Stolz, Krankheit, Schmerz, Demut und Fruchtbarkeit. Von außen, oberflächlich betrachtet, war sein Leben ein personifiziertes Künstlerklischee voller Hochfahrenheit und Verrücktheit, seine Existenz, ein Vagabundentum.
Meines Wissens existiert kein umfassendes Werkverzeichnis Links, auch dies: eine Aufgabe. Wie sich Kurt Links Werk letztlich kunstgeschichtlich und unabhängig vom aktuellen Kunstmarkt einordnen lässt, wird sich noch zeigen; meines Erachtens wäre es für eine gültige Kategorisierung noch zu früh, wiederentdecken sollte man ihn jedoch unbedingt.

Detlev Foth, Maler

Meisterschüler von
Prof. Karin Rissa

Kurt Link, prevention, and compliance

When I visited, sixteen, Kurt Link, 1977 in his Mediaeval home studio, I noticed the lined with turf walls, in which several charcoal drawings, some thrifty colored, loose were attached, the scenes, and more: situations of birth described his daughter Esther. He was a master of freehand drawing more and no wonder, seeing the sculptor came from, than the premises of various comprehensive vision of the painter. They reminded me of constative drawings, rather pointing out here, Joseph Beuys, his former fellow students in class at the State Mataré Dusseldorf Art Academy.
Link was when I met him to-just before my degree in painting at the KA Dusseldorf, find collection and look for a conversation, at best, know in Ahnlehnung to the educational ideal of the academy, friendly support, in a
Phase could indicate that one as threatened. He lived at that time on welfare and had, in contrast to the fifties and sixties, not contact with effectively working galleries nor significant orders.
As a studio he used a free parsonage provided by the Mediaeval chapel, and for a small rent he lived in the so-called servants' quarters of Castle
Pesch, a three-bladed hunting lodge in Meerbusch, between stockings and Ossum-Bösinghoven that serves as a restaurant, registry office and hotel. At the time, Kurt Link tried unsuccessfully to persuade the owners of the castle Pesch for a free accommodation provided by his artist colony and International Academy Ossum.
I had a short time, barely a few months, Kurt links students and had to separate myself from him because I mean again undivided concentration and unaffected wanted to dedicate my painting. Before and at first: Kurt Link looked at - a, in addition to the expressive modernity of his thought available, it also controlled conservatism out-his studio as a craft workshop and I consequently and consistently than the master's apprentice, and paid me in spite of its serious financial problems, generous monthly salary. He went with me even to the Chamber of Commerce, which allow to recognize as his studio operation, met there to wonder, incomprehension and rejection course.
Consciously I have seen the production of its small reliefs, otherwise I looked at and studied torsos and busts of clay, many drawings and some Gipsausformungen, was missing for their realization, bronze castings, and money order.
Kurt Link was fifty-one years old at the time. We talked often about the philosopher and occultist Rudolf Steiner, the link was very moving, also the work of Nietzsche and Holderlin. Kurt Link had a profound knowledge; amazing was that I still was not in his studio at his home books.
In the short time of our joint work in the studio I saw this link to be particularly
qualified educators and mediators difficult artistic contexts: it is
extremely unfortunate that he has no chair at a - would have been obvious here Dusseldorf - Academy, received, such as his friend Erwin Heerich.
With great respect and full of love link often spoke of Beuys' work, friend of Joseph and his concept of a Free Academy, his theories on social philosophy. Beuys supported link with small irregular financial payments.
Kurt Link was a bipolar man who is on continuous support and general lack of acceptance and success, a force before bursting, but also a sick man, whose appearance in a manic state, the people repelled disturbed, often.
So focused and well organized link could work, so destructive force were draining his eccentric and communication activities, as in the one - he, always with the self-explanatory call from the individual person and the commitment to her work-obsessed monologues must.
Kurt Link was lavish, generous, but could be petty, as if he the success of other artists, no need to be addressed is limited. His ecstatic performances lasting harm to his reputation and brought him, like Herbert or Zang, albeit on a much smaller - almost non-comparable extent, Norbert cricket, at least temporarily sidelined.
Kurt links biography and his work would be - of all her-perfect for promotional work of an open-minded art historian, characterized his life involved the search for truth, honesty, pride, illness, pain, humility and fertility. From the outside, on the surface, his life was a personalized plate full of start-up artists and madness, his existence, a vagabondage.
To my knowledge there is no comprehensive list of works, links and blogs: a task. should re-discover my view it would be for a valid categorization too early but he was sure; How Kurt links can be classified work ultimately art history and independent of the current art market is still to come.

Detlev Foth, painter

Master Student of
Prof. Karin Rissa

top Manus Reise von Detroit nach Köln und Paris

Detlev Foth
fotowork