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Verschränkungen

Seit 33 Jahren lädt der „Grafische Bildungsverein“ GBV österreichische Künstler ein um einen Kalender mit originalen Druckgrafiken zu gestalten und zu produzieren. Für den nun vorliegenden, dreiunddreißigsten Kalender 2015 hat der GBV erstmals zwei Künstler beauftragt ein gemeinsames Werk zu schaffen.

Die Tänzerin, Zeichnerin und Kostümbildnerin Marina Koraiman und der bildende Künstler, Maler und Grafiker Franz Durst arbeiten seit geraumer Zeit, unter dem Titel „COOPART“, an gemeinsamen Medien-übergreifenden Projekten, wobei sich die künstlerischen Zugangsweisen und Disziplinen beider Künstler vereinen, ergänzen und durch den gemeinsamen Dialog neuartige Arbeiten hervorbringen lassen.

Die nun vorliegenden Druckgrafiken mit dem Titel „Verschränkungen“ sind das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit Tanz-Bewegung, Kostüm, dem virtuellen Raum, malerischen Strukturen und grafischen, zeichnerischen Elementen. Die Arbeiten sind geprägt durch experimentelle Gestaltungsprinzipien und neue Aspekte der figürlichen Darstellung im Bildraum. All diese Elemente „verschränken“ sich zu einem fast magischen Bühnengeschehen in dem sich die agierende Figur in ihrem markanten Kostüm vervielfacht und mit sich selbst, dem virtuellen Bühnenbild, der malerischen Farbstruktur und der vorhandenen Lichtstimmung in Wechselwirkung tritt.
Die in den Bildern eingeschriebenen Szenen visualisieren unterschiedliche Persönlichkeitsanteile, die sich im Ablauf der Zeit zu einem Ganzen schließen. Die Tänzerin in Personalunion von Zeigendem und Gezeigtem ist zugleich Objekt und Subjekt. Nicht zuletzt ist die vervielfältigte Bewegung im Überschreiten der Wirklichkeitsgrenze eine zeitgenössische Form des Rituals einer inneren Kultur.

Fotografierte Choreografien wurden zusammen mit virtuell entstandenen Bühnenräumen und mit pastoser Ölfarbe gestalteten malerischen Oberflächen zu Gesamtbildern komponiert, in denen sich gegenständliche und abstrakte künstlerische Zugangsweisen ineinander verschränken und den eigenwilligen Charakter der Bilder ausmachen. Die Figur wächst aus dem Raum heraus genauso wie der malerisch-architektonische Raum und die grafischen Elemente auf die Figur einwirken.
Grafische Radiolarien (in Anlehnung an Ernst Haeckel‘s Kunstformen aus der Natur) und gezeichnete Bewegungs- sowie Wachstumsstudien von Bäumen überlagern das Geschehen und flechten sich als Siebdrucke in die Bildkomposition ein. Dadurch entwickelt sich auch noch der grafische Aspekt der Arbeiten.
Die Farbe Grün (in allen Blättern) wurde mit einer speziellen „Nachleuchtfarbe“ gedruckt und leuchtet in der Dunkelheit.

Die Arbeiten sind exklusiv für den GBV entwickelt und stellen den Beginn einer erweiterten Werkgruppe der beiden Künstler dar. Sie sind als Original-Druckgafiken in den Techniken: hoch aufgelöster Offsetdruck und Serigrafie (Siebdruck) entstanden.

Die Blätter liegen als Kalender in einer limitierten Auflage von 300 Stück, nummeriert und mit Handsignatur beider Künstler vor. Ein kleines Kontingent liegt als nummerierte Künstlerexemplare (EDA) auf.

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